Die Story von Jesus


- erzählt für Kinder und kleine Erwachsene -

Sicher hast Du schon mal was von Gott gehört. Das ist der, der die ganze Welt gemacht hat und die Menschen erfunden hat. Eine gute Idee! Und damit die Menschen wissen, was sie zu tun haben, hat er ein paar Regeln aufgeschrieben, die die Menschen unbedingt beachten sollten. Diese Regeln von Gott heißen "Zehn Gebote". Diese zehn Regeln legen fest, wie sich die Menschen untereinander und Gott gegenüber verhalten sollen. Zum Beispiel steht drin, dass man niemand anderen töten darf. Damit sich jeder an die Regeln hält und das Zusammenleben der Menschen funktioniert, werden Verstöße hart bestraft. Sogar sehr hart. Gott sagt: "Wer gegen diese Regeln verstößt, der tut etwas so Schlimmes, dass es ihn das Leben kosten soll." Wenn früher jemand etwas Schlimmes gemacht hatte, hat er eine Kuh oder ein Schaf geschlachtet, als Entschuldigung für Gott. Das nannte man "opfern". Dann hat das Schaf sein Leben verloren und nicht der Mensch, der einen Verstoß begangen hatte. Das war natürlich eigentlich ungerecht: Das Schaf mußte die Strafe zahlen, obwohl es gar nichts gemacht hatte. Aber für den Mensch war das auch nicht so toll: Zwar rettete er sein eigenes Leben damit, aber Schafe oder Kühe waren damals etwas sehr Wertvolles, auf das man eigentlich nicht verzichten konnte. Ein Schaf zu schlachten war fast genauso schlecht für jemanden, wie sein eigenes Leben zu verlieren. Es stellte sich heraus, dass die Einhaltung der Regeln ganz schön schwierig war. Es waren zwar sehr gute Regeln, aber niemand schaffte es, sich an alles zu halten. Und weil Gott sah, sie schwer es die Menschen damit hatten, dachte er sich eine bessere Lösung aus als das Opfern. Er schickte Jesus, um die Menschen zu retten. Das ist einerseits sehr schwierig, aber auch ganz leicht: Jesus ist nämlich der Sohn von Gott. Die Mutter von Jesus ist Maria, die war so was wie ein Dienstmädchen. Sie war verheiratet mit einem Mann, der Josef hieß, und der war ganz überrascht, als Maria ihm sagte, daß sie ein Kind bekämen. Normalerweise wissen die Väter Bescheid, wenn die eigene Frau ein Kind bekommt, deshalb dachte er zuerst, vielleicht hätte Maria noch einen anderen Mann. Aber zum Glück kam ein Engel zu Josef und erklärte ihm, dass Gott der Vater von Jesus ist, und damit war wieder alles in Ordnung. Jesus lebte in dem Dorf, wo sein Vater als Tischler arbeitete, und war wie alle anderen Kinder auch. Fast keiner wußte, dass er eigentlich das Kind von Gott war. Als er erwachsen wurde, fing er an, herumzuwandern und den Leuten zu erklären, wie sie die Gebote Gottes halten könnten, was sie bedeuten und warum Gott sie gemacht hat. Erst wunderten sich alle, woher er das alles so genau wußte, schließlich war er bis vor kurzem nur ein Kind aus dem Nachbardorf gewesen. Aber weil er das Kind von Gott war, schaffte er es, nie gegen die Regeln zu verstoßen. Außerdem konnte er besondere Dinge tun, zum Beispiel Kranke heilen oder dafür sorgen, daß sehr viele Leute von ganz wenig Brot satt wurden. Einmal hat er sogar einen Toten wieder lebendig gemacht. Da erkannten viele Leute, daß er etwas Besonderes war, und als sie ihn fragten, gab er zu, dass er Gottes Sohn war. Viele glaubten ihm und blieben bei ihm, um noch mehr zu lernen, aber manche sagten: "Wie kann der behaupten, Sohn von Gott zu sein, wenn er doch aus einem Dorf stammt wie wir, und seine Eltern Maria und Josef sind?" Sie waren der Ansicht, daß Jesus damit Gott beleidigte. Sie wußten ja nicht, daß er Recht hatte. Weil es verboten war, Gott zu beleidigen (das hatte Gott selbst bestimmt), sorgten ein paar von Jesus' Feinden dafür, dass er ins Gefängnis und vors Gericht kam. Da wurde er gefragt, ob es stimmt, dass er Gottes Sohn sei. Und natürlich hat er "ja" gesagt, er durfte ja nicht lügen. Dann sagten alle, dieser Mensch beleidigt Gott! und beschlossen, dass er sterben müsse. Damals hatten sie eine besonders gemeine Art, Leute zu töten: Man nagelte sie mit langen Nägeln an ein großes Holzkreuz fest. Dort blieben sie hängen, bis sie verdursteten oder vor Schwäche starben. Vorher mußten sie das schwere Kreuz noch durch die ganze Stadt schleppen, damit alle sehen konnten, was mit Verbrechern passiert. Das alles passierte mit Jesus auch. Und nun kommt Gottes Trick: Die Feinde von Jesus hatten ihn umgebracht, aber er war ja ganz unschuldig. Seine Todesstrafe hatte keine Berechtigung, sie hatten ihn ganz umsonst getötet. Und weil das so war, und weil Jesus der Sohn Gottes ist, blieb er nicht tot in seinem Grab, sondern wurde wieder lebendig. Er blieb noch drei Tage in der Gegend. Die meisten konnten gar nicht glauben, dass er wieder da war. Viele hatten gedacht: "Wenn das wirklich der Sohn von Gott ist, dann läßt er sich nicht einfach von seinen Feinden umbringen". Und als das dann doch passiert war dachten sie, sie hätten sich getäuscht. Hatten sie aber nicht! Jesus bewies es ihnen. Und dann erklärte er: Weil ich gestorben bin, ohne dass ich was Böses gemacht habe, deshalb konnte ich wieder lebendig werden. Ich bin jetzt stärker als der Tod! Und ihr, wenn ihr gegen die Regeln verstoßen habt, dann müßt ihr jetzt nicht mehr sterben, auch keins eurer Schafe, sondern ihr müßt nur noch sagen: Jesus, nimm meine Strafe auf Dich! Dann wird nicht mehr mit euch abgerechnet, sondern mit mir, und ich bin stärker als der Tod, mir kann er nichts anhaben. Das hatte Gott sich ausgedacht, damit seine Menschen nicht alle zugrunde gingen. Drei Tage, nachdem Jesus wieder lebendig geworden war, verschwand er aus der Gegend: Er ging nach Hause, zu Gott zurück, der ihn vorher als Kind auf die Erde geschickt hatte. Aber er hat versprochen: Wenn wir mit ihm reden wollen, dann sollen wir das einfach tun, und er hört zu.

Egal wo er gerade ist!


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